Wie finde ich einen Kitaplatz? Tipps und Tricks von Insidern

Du suchst ganz aktuell oder in naher Zukunft nach einen Betreuungsplatz für dein Kind? Du hast aber keine Ahnung, wie Kita-Platz, Krippenplatz, Kindergartenplatz oder eine andere Form der Kinderbetreuung schnell und planbar zu finden ist? Wir kennen das Problem und haben uns daher mit vielen Expert:innen auf dem Gebiet ausgetauscht, damit das Wort Kita schnell keine Schweißperlen mehr auf deine Stirn zaubern. Welchen Weg wir am treffsichersten von allen halten, haben wir dir direkt hier verlinkt. Für alle Details, scrolle aber gerne weiter.

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Die wichtigsten Fakten

So funktioniert die Kinderbetreuungslandschaft in Deutschland.

Die Kita-, Krippen- oder Kindergartenplatz-Landschaft ist schwer zu überblicken. In Deutschland sind spätestens mit dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz mit vollendetem ersten Lebensjahr in den meisten Kommunen Vergabeplattformen mit Namen wie Kindernetz, Kita-Web, Kita Portal oder ähnliche eingekehrt. In kleineren Gemeinden gibt es meist eine zentrale Ansprechperson in der Verwaltung und eine manchmal auch noch analoge Liste mit Eltern, die auf einen Betreuungsplatz warten. In jedem Fall versucht aber die Stadt oder die Gemeinde die Vergabe zentral zu steuern, damit sie - sollten Eltern einmal den Rechtsweg bestreiten und sich einen Kitaplatz einklagen - schnell reagieren kann und freie Kontingente für diese Eltern schnell einen Platz zur Verfügung stellen kann, damit sie nicht für Schäden haften muss. Alle anderen, die den Klageweg nicht gehen, warten meistens viele Monate oder sogar Jahre auf einen Platz, weil je nach Quelle zwischen 300.000 und 380.000 Kitaplätze in Deutschland fehlen.

Doch was heißt das jetzt für dich? Kopf in den Sand stecken und auf bessere Zeiten warten?

Wohl kaum, denn auch du kannst vermutlich nicht ewig warten, bis du wieder an deinen Arbeitsplatz zurückkehren musst oder dir einen neuen suchst. In Zeiten einer galoppierenden Inflation und der Tatsache, dass ein Einkommen in einer Familie längst nicht mehr zum Überleben reicht, ist ein Betreuungsplatz für dein Kind kein Luxusgut sondern absolute Notwendigkeit für dich und dein Kind.

Lies weiter, um einige Denkanstöße und Kriterien mitzunehmen, die dir helfen, genauer zu wissen, was zu dir und deinem Kind passt und wie du den Traumplatz in einer Kita dann bekommen kannst.

Verschaffe dir einen Überblick

Versuche dich daher so früh wie möglich darüber zu informieren, wie in deiner Kommune die Krippen und Kitaplatzvergabe abläuft. Oft kann man sich noch während der Schwangerschaft oder direkt ab Geburt des Kindes in der lokalen Datei eintragen lassen und unter Umständen auch Präferenzen für einen Platz definieren. Dieser Schritt wird aber alleine kaum noch zum Erfolg führen auf dem Weg zum schnellen und planbaren Kita-, KiGa oder Krippenplatz.

Ebenfalls in Betracht ziehen kannst du Kitas und Kindergärten, die als gewinnorientierte Wirtschaftsunternehmen auftreten, also sogenannte private Kitas. Hier musst du allerdings mit bedeutend höheren Kosten rechnen, als bei Einrichtungen in kommunaler oder gemeinnütziger Trägerschaft.

Auch Tagesmütter oder Tagesväter sind eine Option, die du in deiner Nähe prüfen solltest. Oft sind diese flexibler, was das Alter deines Kindes anbelangt. Nachteil hier ist jedoch, fällt die Tagesmutter krankheitsbedingt aus, springt niemand ein. In Kitas und Krippen kann dies oft noch durch das weitere Personal ausgeglichen werden.

Melde deinen Kita-Bedarf bei der Kommune so früh wie möglich an

Welche Betreuungsform passt zu uns?

Je nach Lebensphase und Alter deines Kindes ist es wichtig, die passende Form und den Umfang der Kinderbetreuung sorgfältig auszuwählen. Für Kinder unter einem Jahr sind Betreuungsplätze generell schwieriger zu finden als für ältere Kinder. Ab dem dritten Lebensjahr haben Kinder die Möglichkeit, einen Kindergarten oder eine Kindertagesstätte zu besuchen, wo sie gemäß altersspezifischen pädagogischen Konzepten betreut werden. Bis auf wenige Ausnahmen, wie zum Beispiel gemischte Betreuungsgruppen (manchmal auch Kindergemeinschaftsgruppe genannt) für Kinder verschiedenen Alters bis zum Schuleintritt, wird üblicherweise zwischen Krippe (für die Jüngsten) und Kindergarten bzw. Kindertagesstätte (für Kinder ab drei Jahren) unterschieden.

Finde heraus, was zu deinem Kind passt: Auch die Anzahl der Gruppen kann einen Unterscheid machen. Wenn deinem Kind Trubel und Lärm gefallen, sind große Einrichtungen eine gute Wahl. Ist es eher schnell überreizt und empfindsam, kannst du über eine kleinere Kindertagesstätte oder Kinderkrippe nachdenken.

Ungeachtet der Form gibt es natürlich auch noch diverse besondere pädagogische Konzepte wie Monetssori, Waldkindergarten, Waldorf oder Reggio, die du bei der Wahl deiner Kita berücksichtigen kannst.

Finde heraus, welche Betreuungsform und den Umfang für dich passend sind

Wie lange brauchst du Betreuung am Tag?

Je nach Träger und Einrichtung unterscheiden sich die Zeiten für die Betreuung deines Kindes erheblich. Generell gilt zu sagen, dass es neben halben und vollen auch ab und zu dreiviertel-Plätze gibt. Diese unterscheiden sich natürlich auch in der Höhe des Beitrags, vor allem aber in der Dauer der Betreuung. Es gibt durchaus Kitas, die ausschließlich nur halbe und/oder dreiviertelplätze anbieten. Schau dir diese Rahmenbedingungen sehr genau an, bevor du einen Platz annimmst und du nicht später feststellen musst, dass du einen höheren zeitlichen Betreuungsbedarf hast, der nun nicht gedeckt wird.

Auch bei vollen Kita-Plätzen kann sich die maximale Dauer der Betreuung stark unterscheiden. Es gibt Kitas, die bereits um 7 Uhr die Tore öffnen, andere beginnen erst um 8 Uhr. Das gleiche gilt für den Zeitpunkt der Abholung. Je nach Einrichtung kann hier auch bei einem vollen Platz manchmal schon um 15 Uhr Schluss sein. Andere bieten Spätbetreuung bis zu 17:30 oder 18:00 Uhr an.

Um nicht überrascht zu werden, gleiche die Zeiten genau mit deinem Bedarf ab. Musst du länger arbeiten oder früher am Arbeitsplatz sein? Dann sollte die Kita diese Zeiten auch abdecken. Rechne auch deine Anfahrtszeit mit ein.

Zeit- und nervensparend

Aber jetzt mal zum Punkt!

Wunsch-Kita-Platz ergattern. So geht's.

Tipps und Tricks von Insidern

Nachdem du auf einer öffentlichen Warteliste stehst, kannst du abwarten und auf einen Kitaplatz hoffen, solltest aber nicht enttäuscht sein, dass du zum einen keinen Einblick hast, wo genau du auf der Warteliste stehst und zum anderen nicht planen kannst, wann du wieder ins Erwerbsleben startest. Beginne deshalb weitere Wege zu finden, wie du mit Kindertagesstätten und anderen Kinderbetreuungseinrichtungen in Kontakt kommen kannst.

Kontaktaufnahme mit Kitas

Denke darüber nach, Kitas per Post oder E-Mail anzuschreiben oder rufe dort aktiv an. Dies sorgt dafür, dass du auf den meist vorhandenen inoffiziellen Wartelisten eingetragen wirst. Denn entgegen der landläufigen Annahme haben fast alle Kitas eine interne Warteliste, auch wenn sie nach außen hin behaupten (müssen), dass die Platzvergabe rein über die Kommune gesteuert wird. Das ist deshalb nicht der Fall, weil jede Kita selbst mitsprechen will, welche soziokulturelle und sozioökonomische Mischung an Kindern und Eltern in der Einrichtung vorhanden sein soll. Selbst in städtischer Trägerschaft ist es so, dass die Pädagoginnen und Pädagogen vor Ort einen eigenen Blick auf die Dinge haben und nicht durchweg von der kommunalen Verteillogik begeistert sind.

Schnelle und einfache Platzsicherung

Wenn du für die Aktivitäten zur Kontaktaufnahme keine Kapazitäten hast oder schlichtweg diesen Vorteil für einen planbaren und schnell verfügbaren Kitaplatz nicht selbst herstellen kannst, kannst du ganz einfach auf Dienstleister zurückgreifen, die für dich den Kontakt zu deinen Wunschkitas herstellen. Dabei gibt es verschiedene Modelle. Manche Anbieter führen eigene internere Listen über freie Kapazitäten bei Kitas (woher auch immer sie diese haben) und bieten dir diese Plätze an. Seriöser und charmanter geht es aber mit speziell auf Design von Kennenlernschreiben und Vorstellungskarten spezialisierten Unternehmen, die nicht nur E-Mail oder Karten an die Einrichtungen schicken, sondern auch auf Wunsch in deinem Namen bei den Krippen, Kitas oder Kigas anrufen, um dich dort im Gespräch zu halten. Das sorgt dafür, dass bei einem freien Platz sofort an dich und dein Kind gedacht wird, noch bevor jemand aus dem Leitungsteam in die lokale kommunale Datenbank (Kita-Portal) schaut.

Mit dem Vorschlaghammer: Klagen und Jugendamt

Natürlich kannst du auch den eskalativen Weg versuchen und mit Klage drohen oder das Jugendamt kontaktieren, um an einen Betreuungsplatz in einer Kita oder einem Kindergarten zu kommen. Mach dir aber bewusst, dass eine Klage Zeit und Energie erfordert, die du mit einem kleinen Kind eher nur begrenzt hast und dass das Jugendamt auch kein großes Eigeninteresse hat, dir zu einem Platz zu verhelfen. Denn dieses ist nicht per se dafür da, die gesetzliche Obliegenheit der Gemeinde oder Stadt direkt zu erfüllen. Dafür sind innerstädtisch meistens andere Behörden verantwortlich.

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Kontaktaufnahme mit Kitas
Schnelle und einfache Platzsicherung

Unser Quick-Hack zum Kita-Platz.

Wir empfehlen dir, dich und dein Kind auf einer kommunalen Plattform einzutragen. Dazu hat sich aber unser einzigartiger Zugang zu Kitas bewährt: Wir haben mit individuell erstellten und auf deine Familie angepassten Vorstellungskarten, die Kitas zugeschickt werden, die besten Erfahrungen gemacht, um schnell einen Platz zu bekommen.

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